Alaska 2017

     

Unterwegs in Alaska

Am 28.09 haben  wir getankt und sind um 14:10 in Richtung Valdez gestartet.

Der Wind war schwach, die ganze Nacht „gemotort“. Am nächsten Tag hatten wir Nebel und Regen den ganzen Tag lang. Unser Anker fällt nach 113 Meilen in der Berger Bay, 59°20`179N, 150°44`071 W. Es ist eine ruhige Bucht und wir haben eine gute Nacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag, dem 30.09., begrüßt uns strahlender Sonnenschein. Am Mittag ist es bis zu +10° Warm aber es weht kaum Wind. Wir fahren durch die Nuka Passage und Ankern am Abend in der Agnes Cove auf 59°45`913N, 149°34`971W. Die Bucht ist sehr schön aber tief.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir mussten unseren Anker ziemlich dicht am felsigen Ufer werfen. Am nächsten Tag, dem 01.10 ging es bei Hochwasser und mit dem ersten Sonnenstrahl gegen 8: 00 Uhr weiter.

 

 

Zuerst mit Vollzeug. Dann hatt der Wind gedreht und wurde stärker. Wir fahren mit beide Motoren,  der Wind ist mit 15 kts gegen an. Auch die Stömung behindert uns. So haben wir beschlossen in der Fox Farm Bay auf 59°58`026 N 148°08`842 W  nach knapp 12 Stunden und einem schlechten Etmal von 48 nm vor Anker zu gehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es begann in der Nacht kräftig zu blasen. Der Ankeralarm piept, was uns zum erneuten Ankern nötigt. Wieder hat eine menge Kelp das Eindringen des Ankers in den Grund verhindert. Am nächsten Tag war es recht stürmisch und es hat geregnet. Wir sind in der geschützten, gemütlichen Bucht geblieben. Ein Fischerboot hatte in der Nacht wohl auch einen Unterschlupf gesucht und lag etwa 200m entfernt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 03.10 wollten wir weiter kommen. Um 8:00 Uhr haben wir den Anker gelichtet. Wieder Nebel und  Regen sowie auffrischender Wind, 20 bis 25 kts, gegenan. Nach nur 27 Seemeilen haben wir unseren Kampf gegen Wind und Wellen aufgegeben und in Snug Harbor, auf der Pos. 60°15`727 N 147°45`928W, den Anker runter gelassen. Es wurde eine turbulente Nacht mit Windstößen bis zu 35 kts. Gegen morgen wurde es etwas ruhiger, so das wir weiter fahren konnten. Leider hatten wir es bis Valdez nicht geschafft. Wie schon oft, haben wir mit dem letzten Sonnenstrahl um 19:00 Uhr, nach 11 Stunden Kampf gegenan und 59 Seemeilen, den Anker auf Position 61°02`736N 146°47`697W, in der Sawmill Bay, eingefahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 05.10 konnten wir erst mal ausschlafen. Bis Valdez war es nicht mehr weit, so dass wir erst um 11:00 unseren Anker aufgeholt hatten. Es hat immer noch, oder schon wieder geregnet aber bei kaum Wind. Wir mussten mit beiden Motoren fahren und um 14:00 Uhr haben wir Valdez erreicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Dell Lap Top hatte in Kodiak seinen Dienst quittiert und wir haben ihn nach Anchorige zur Reparatur abgeschickt. Es wurde merklich kälter. Da der Zeitraum für die PC reparatur nicht absehbar war haben wir einen neuen Lap Top als Backup gekauft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von wegen, man kann von hungrigen Beeren überfallen werden...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben eine schöne Wanderung durch die Umgebung von Valdez gemacht. Vor einem Monat war der Fluß voll Fische und am Ufer einige Beeren am fischen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Solche Warnungsschilder stehen überall in Alaska und auch in Canada.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am morgen des 11.Oktober war auf dem Schiff  eine Schneeschicht, dass Wasser im Hafen hatte eine dünne Eisschicht. In der Nacht war es bis -10°! Wir haben getankt und sind um 9:45 ausgelaufen. Bei 20kts Wind, laut Wetterbericht sollten es 2knt sein, konnten wir gut eine Stunde segeln. Dann war Flaute.

Unseren anvisiertern Ankerplatz haben wir erst um 20:00 Uhr erreicht, natürlich im dunkeln. Nach 10:17 Stunden und 53 Seemeilen haben wir auf Pos. 60°23`541n 146°43`071, am Ausgang des Prince Wiliam Sound, den Anker fest gemacht. Den nächsten Tag haben wir vor Anker verbracht, es sollte wieder mal Starkwind kommen. Viel Regen, Böen und Schwell kamen in der Nacht.

 

Am 13.10. starteten wir erst um 11:30 nach dem sich das angesagte Wetterfenster geöffnet hatte.

Ab Mittag Sonne pur und der Wind geht bis auf 5kts zurück. Bei diesem Wetter konnten wir die Nacht durch segeln. Es war klar und der Himmel voller Sterne. Wir haben lange die wunderschönen  Polarlichter bewundert.

Nach einem Etal von knapp 100 nm sind wir auf der Position  59°51`430N 141°49`318W .

Der Wind bleibt weiterhin flau und der Motor muß helfen. Unser Backboard Windgenerator kollidiert mit irgend etwas und es brechen die Propellerspitzen ab. Er läuft unrund und wir schalten ihn ab.

Am 15. gibt es ungewöhnliche Geräusche vom Stb Motor.

Und am nächsten Tag bestätigt sich unsere Befürchtung: „Wasser im Saildrive“

Wir nutzen nun nur den Bb Motor. Das Wetter wird schlechter, drehende, böige Winde, Regen, Hagel bei etwa 5 Grad Celsius. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 17.  haben wir uns entschlossen vor Anker zu gehen. Eine  kleine Bucht mit einer schmalen Einfahrt bot sich an. Nach etwa 400nm angstrengendem Törn fällt der Anker auf Pos. 57°56`419N 136°33`137W, Deer Harbor.

Es war einer der schönsten Ankerplätze, die wir hier im Norden hatten. Den nächsten Tag haben wir dann wieder einmal Starkwind  abgewettert. Am Nachmittag haben wir 3 Bären gesichtet die über die Bucht geschwommen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir pumpen das Wasser aus dem Saildrive und füllen wieder Öl ein. Das Geräusch ist erst einmal verschwunden.

Am Abend, kurz vor Dunkelheit habenwir den Anker aufgeholt um bei abflauenden Winden in Richtung Sittka zu segeln.

Nach 76 nm und 18 Stunden erreichen wir Sittka.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Hafenmeister gibt uns einen Platz am Gäste Pier.

Wir treffen die französische Familie von der Tonga, Frank , Steffanie und die beiden Töchter( 4 u. 6.Jahre) Louise und Eva. Sie sind über die nördliche Route von Ost nach West gesegelt.

Unsere Hochachtung !

Das Wetter ist mies, Regen,Sturm bei 5 bis 7 Grad.

 

Am 25. kommt unser Dell in Sittka an. Er funktioniert wieder prima.

Unser Kurzwellentranceiver hat seine Empfangsfähigkeit eingebüßt. Nach dem Ausfall des Pactorgerätes fehlt nun unsere wichtigste Quelle für den aktuellen Wetterbericht.

 

Am 27. Nachmittags um 15 Uhr verlassen wir Sittka. Der Wind ist moderat aber die Wellen sind noch knapp 5 meter hoch.

Die Nacht wird ruhig und klar. Wir schaffen ein etmal von 115 Meilen.

Auch am 29.10. bleibt der Wind günstig und wir schaffen 149 Meilen.

Der Wind wird flauer, kommt von hinten und bringt uns 112 nm in 24 Stunden weiter.

Am 31., bei einbrechender Dunkelheit fällt der Anker in canadischem Wasser in der Port Alexander Bucht, auf Nigei Island, Pos. 50° 51´395N, 127°39´978W .Das letzte Etmal betrug 123 nm.