Agadir und Fuerteventura

     

Faro und Agadir

In Faro vergehen die Tage im Fluge. Viel Zeit verbringe ich mit der Beschaffung von Teilen fürs Boot.

Ein neuer Anker und 50 Meter Kette, Ankerboje, Fender, 125 Liter Diesel per Kanister, etwa 200 Liter Trinkwasser, Schrauben, Lebensmittel, Kompass und….und….und.

Die Aries muss sich einer Totaldemontage gefallen lassen nachdem Jutta, Heiko und ich eine ausgiebige Testfahrt nach Olhao unternommen haben.  Hier haben  wir drei 2 Hähnchen eine riesen Schüssel Pommes, Cola und Kaffee für 14 Euro verdrückt.

Nach der Rückkehr habe ich dann an der Mooring von Bruce festgemacht. Hier gibt es starke Gezeitenströme von 4 und mehr Knoten und so stellt sich da Boot oft mit dem Strom und dem Heck in Wind. aber die Mooring ist sicher.

Siebzig Meter weiter liegt die Pepelli, 50 ft. , Stahl Sloop aus Stockholm auf der Dietmar zuhause ist. Er hat lange in Österreich gearbeitet und spricht perfekt Österreichisch. Dietmar versucht seit Tagen seine in den Bach gefallene Gasflasche inklusive Edelstahltranportwagen….vergeblich.

Am 20. gibt’s ne Einladung zum Essen bei Kirsten und Michael. die zwei sind von der Ostsee mit ihrem Kat gekommen und buchstäblich hängengeblieben. Haben ein großes Stück Land in der Nähe von Olhao gekauft und darauf ein Holzhaus gebaut. Gearbeitet wird via Internet im Bereich Webdesign. Jutta und Heiko machen Spätzle, fränkische Art, und ich steuere einen Tomatensalat bei. Alles sehr lecker.  

Es ist relativ kalt, in der Nacht 7 bis 11 Grad und am Tag 17 bis 20 Grad und ich schaffe es die Eberspächer in eine zuverlässige Heizung zu verwandeln. Es wird gemütlich…..

Am Heiligen Abend gehen wir gemeinsam Essen. Erst sieht es so aus als ob die Bordküche herhalten muss, alle Restaurants sind geschlossen. Wir landen beim Japaner, Sushi und andere Japanische Spezialitäten zum all you can eat Preis. Es war lecker und reichlich, ein richtiges Weihnachtsmenü.

Dietmar ist am 20. das erste Mal nach 15 Jahren und mehrfacher Weltumsegelung das erste Mal nach Hause geflogen. Am 22. Januar will er zurück sein.

Leider scheint die Sonne nicht immer und so ist die Ausbeute an Sonnenstrom gering, ….ach ja, hatte ich erwähnt, dass der Wind- Generator wieder im Ar….. ist? Wieder der Mostfet Transistor. Ich gehe deshalb mit meinen Sachen in den Waschsalon. Meine bleibt im Vor piek. Irgendwie sind die Waschergebnisse nicht so toll…..mmmh man kann ja eigentlich nicht viel falsch machen.

Egal……

Zum Silvesteressen kommt Bruce, ein Brite welcher auch an seinem Boot Werkelt mit in die Stadt. …wie kann man nur als Engländer so schlecht englisch sprechen. irgendein Dialekt…..habs aber vergessen. Wir haben in einem Restaurant in der Altstadt ein Silvestermenü bestellt. Reichlich und lecker. Um Mitternacht hat der Wirt noch eine Flasche Sekt spendiert. Danach sind wir auf den Platz am Hafen gegangen und haben das öffentliche Feuerwerk bestaunt. Absolut sehenswert ! Die Portogiesen machen kein eigenes Feuerwerk und treffen sich alle zum publik viewing. Es spielte eine Band- unheimlich fleißig, ohne Pause, moderne Popmusik.

Um 02:30 hat mich mein Dinghi wieder aufs Boot gebracht…..Silvester einmal ganz anders gelebt…….

Ich lerne Alex und Arne aus Kiel kennen, sie sind mit ihrem Alu-Kat „ly von Kappeln“ unterwegs. Ein sehr interessantes Boot, selfmade by Arne. Mit Elektroantrieb und 40KW Dieselgenerator und einer riesigen  Batteriebank.

Am Wochenende gibt’s ein Konzert im Theater von Faro. Viele Musikgruppen zeigen ihr können mit traditioneller Musik, Kastagnetten, Akkordeons, Trillerpfeife, Triangel, und wie heißen noch die kleinen Trommeln mit den Glöckchen dran…?    ergeben einen interessanten Mix. Dazu gibt es Worteinlagen die ich leider nicht verstehe.

Es ist irgendeine Mischung aus Shantichor, Sambaband, Stimmungsmusik auf dem Fußballplatz und Karnevalsmusik mit Büttenrede. Übrigens bis auf den letzten Platz besetzt mit zusätzlicher Übertragung auf Großbildschirm in s Forum des Theaters so wie im regionalen Fernsehen.

Ich habe die etwa sechsstündige Veranstaltung nach zweieinhalb Stunden klammheimlich verlassen…..hab kaum was Verstanden…

Wie ich nach nachträglich erfahren habe handelte es sich bei den Worteinlagen um die traditionelle, in Prosa und Reimen gefasste jährliche Abrechnung mit der regionalen Politik.

Meine Arbeiten am Boot nähern sich langsam dem Ende zu. Bei der Aries bin ich überzeugt, dass sie nun richtig arbeitet. Meine Freundin hat einen zweiten Mostfet Transistor für den Windgenerator geschickt- Post Resistante-

Am Montag den 17.01.2011 verlasse ich den Mooring Platz vor Faro  In Richtung Südwest. In der Ausfahrt zum Atlantik liegt ein gestrandetes Fischerboot, etwa 25 Meter lang,  auf den Felsen. Ich werde daran erinnert achtsam und respektvoll zu sein. Der Wind weht mäßig aus Nordost aber ich laufe mit 4 Knoten Richtung Ziel, und das Beste: Die Aries macht ihren Dienst!

Blister bei Schwachwind

Während der Schlafzeit wacht das Radarauge und sorgt für erholsame Ruhe. Ab und an, etwa 2-mal pro Nacht kommen Schiffe in meine programmierte 5 Seemeilen  Sicherheitszone. Die Aries steuert und ich beobachte oder schlafe.

Am Mittwoch ereilt mich die totale Flaute. Ich packe die Segel ein und motore. Da der elektrische Autopilot inzwischen seinen Dienst quittiert hat, eine Schraube des Stellmotors hat sich gelöst und der Motor hat sich verkantet. Darauf hat sich der Ansteuer –mosfet- Transistor mit Kurzschluss verabschiedet.

Da die Aries bei Flaute und Motorantrieb nur den Fahrtwind hat ist der Kurs reine Glückssache und ich sitze wieder am Rad.  

Donnerstag und Freitag gibt es Schwachwind aus wirklich allen Richtungen der Kompassrose, unterbrochen von totalen Flauten. Ich komme nur langsam und mit großer Mühe voran.

Am oberen Bildrand begleitet mich ein Wal, in solchen Momenten klappts mit den Fotos meist nicht.

Am Sonnabend kommt der Wind aus Südost und ich fahre hoch am Wind. Intermar meldet mir ein aufziehendes Sturmtief aus Südwest für Dienstag und ab Sonntag Südwind mit 20 Knoten. Ich ändere meinen Kurs in Richtung Agadir, der nächste erreichbare Hafen etwa 120 Meilen voraus. Ich versuche den Dieselwind dem natürlichen Wind entgegenzusetzen. Nach einigen Stunden und nur mäßigen Erfolgen gegen an ergeben meine Hochrechnungen, dass ich Agadir nicht vor dem Sturm erreiche. Es ist auch nicht durch zu halten permanent am Rad zu sitzen.

Ich kreuze mit langen Schlägen von etwa 30 Meilen hoch am Wind gegen an. Mit etwa 5 Knoten pro Stunde geht’s voran. Plötzlich bricht die Rollreffleine, dass Vorsegel rollt sich voll aus. Zuviel für den aktuellen Wind. Ich krabbele nach vorne, hole den Rest der Leine aus den Blöcken und knote eine Leine an. Reffen bis auf 50 % ist nun wieder möglich, und ich bin frisch mit Seewasser geduscht.  

Die Aries arbeitet gut, ich kann schlafen. Der Wind aus Süd nimmt zu und mit 25 bis 30 Knoten erzwingt er 3 Reffs im Groß und ein um etwa 50 % verkleinerte Genua.

Am Montagnachmittag habe ich Agadir Quer ab als der Wind völlig einschläft. Die letzten 20 Meilen fahre ich wieder Mercedes. Ich erreiche den Hafen und taste mich langsam zu der Stelle an welcher in der Karte einer von zwei Sportboothäfen markiert ist.   Drei Motorboote und ein Segler liegen am Schwimmdook. Ein Mann auf dem Dock winkt mir zu. Ich lege vor dem Französischen Boot an. Der Mann hilft beim Festmachen und bedeutet mir dass ich hier liegen bleiben könne.

Es gibt Kartoffeln mit Zwiebelgemüse und Ölsardinen … ..und einen Beamten der Gendarmerie. Er kommt an Bord und sieht sich alle Papiere an und schreibt sich alles auf ein Blatt Papier. Nach einer halben Stunde und der Frage nach Drogen und Waffen geht er wieder mit der Bemerkung dass noch ein Beamter vom Zoll kommt. Da sich bis 23 Uhr keiner hat sehen lassen krieche ich in die Koje.

Um 1:00 klopft der Zollbeamte ans Boot. Er kommt an Board und schreibt auf einen Zettel alles auf was er aus den Papieren für wichtig erachtet. Erschaut in zwei Schapps fragt ob ich etwas Anzumelden habe ob ich Drogen oder Waffen mitführe. Nach einer halben Stunde geht er seiner Wege.

Ich schlafe wie ein Stein. Morgens um Neun, ich habe gerade mein Müsli gefrühstückt, steht der nächste Beamte am Boot, Einwanderungspolizei mit der gleichen Prozedur und den gleichen Fragen. Nur er schaut Gründlich in jeden schapp und Schrank. nach 90 Minuten intensiver schnüffellei geht er von Board mit meinem Pass, Bootspapieren und Versicherungsbestätigung. Den Pass will er nachmittags wieder bringen, die anderen Papiere gibt’s bei der Ausreise zurück

Mein Nachbar, von dem Französischen Boot stellt sich vor. Reggie ist mit seiner Partnerin Claude unterwegs .Beide sind jenseits der 70 Jahre und leben meist auf dem Boot haben aber auch einen Wohnung in Toulouse. 

mmmmh…. ich beschäftige mich mit klar Schiff machen. Um 12 steht der nächste Beamte am Boot und will meine Papiere. Hab ich aber nicht mehr,…es dauert ein wenig bis ich ihm begreiflich machen kann, dass schon ein Beamter hier war und die Papiere an sich genommen hat. Nachdem ich den „ Beamten in Zivil genau beschrieben hatte, sagte der Uniformierte….oh, thats my boss….und verabschiedete sich.

Nach einer weiteren Stunde stand der nächste am Boot und fragte nach Heimathafen und Bootsname.

Irre Spannend wie viele Leute sich mit mir beschäftigen…der Zivile Boss brachte mir gegen 3 Uhr meinen mit Stempel versehenen Pass zurück. Ich dürfe mich nun frei bewegen. Ich ging zuerst zu einer naheliegenden Bank um Euros in Dirhams zu tauschen.

Bei meiner Rückkehr steht wieder ein Uniformierter am Boot und notiert sich Namen und Registriernummer

Ein wenig genervt frage ich „wath´s happend“, ….. der König weilt in der Stadt….ahhh, ich verstehe.

Ich gehe im Hafengelände spazieren und versuche die Marina zu erreichen. Eine große Mauer umgibt das Gelände.

Ich frage zwei Touris, erkennbar am T-Shirt und den kurzen Hosen. Die Einheimischen laufen in dicken Wintersachen und Kapuze rum, nach dem Weg. Es sind Deutsche und wir unterhalten uns sehr nett. Sie sind schon 3 Tage in Agadir und kennen schon viele Points of interresst. Wir gehen gemeinsam zur Fischversteigerung. Dann besuche ich die Marina und informiere mich über Liegegebühren. 182 Dirhams pro Tag für 123 Meter Boot, umgerechnet etwa 16,50 Euro. Die Marina ist vom feinsten, alles neu nach höchstem  europäischem Standard. Ich zahle im Club Nautik 80 Dirham alles mehr nach marokkanischem Anspruch.

Der erwartete Sturm kommt mit Verspätung um 17 Uhr.

Es bläst die ganze Nacht mit 30 bis 40 Knoten, Am Morgen messe ich 45 Knoten. Es hat sich eine erstaunlich hohe Welle im Haven gebildet. Der Ponton an dem ich liege zerbricht in mehrere Teile, Ein Pfeiler verschwindet in den Fluten. etwa 100 m weiter saufen zwei Fischerboote, ich schätze 25 Meter lang, ab. Die geschätzten 100 Doris der Stellnetzküsten Fischer werden reichlich durcheinander geschaukelt. Es herrscht ein großes Gezeter an den Liegeplätzen.

Zeitweise sind 6 Leute vom Club Nautik, dem Pontonbetreiber, damit beschäftigt die Boote und den Rest des Steges zu sichern. Meine persönliche Schadensmeldung: Zwei Festmacher gebrochen, ein Fender platt.

Meinen Nachbarn, dem Französischem Segler Paar, hat es die Reling zerdeppert.

Reggie hat das Boot selbstgebaut nachdem er seine Zahnarztpraxis verkauft hat. Er hat eine 16 jährige Tochter die in Agadir bei Ihrer Mutter lebt.

Kurzwellenverbindungen funktionieren in Agadir überhaupt nicht. Der Rauschpegel ist 10 db über 9. Die Funkamateure wissen jetzt Bescheid.

Während des Sturmes am Mittwoch bleibe ich an Bord um bei Bedarf eingreifen zu können.

Donnerstag fahre ich mit Reggie, er hat sich einen 40 Jahre alten R 4 geliehen, durch AGADIR auf der Suche nach einem Keilriemen für den Mercedes. Ich hatte einen Riss festgestellt. Der Verkehr in Agadir ist nichts für Deutsche, alle fahren kreuz und quer und hupen und schreien. Irgendwie funktioniert es aber trotzdem.

Der Riemen ist gekauft und auch eine neue Rollreffleine ist an Board. Zum Mittag bin ich auf die Tristan zum Essen eingeladen. Tochter Valentine ist zu Besuch an Bord. Sie ist schon mit einem Jahr über den Atlantik gesegelt.

Das Essen ist typisch französisch mit Salat als Vorspeise Wein, eine Hauptspeise deren Französischen Namen ich leider  vergessen habe. Danach gab es Obst, Kuchen und Kaffee. Eine nette Unterhaltung war inklusive.

Am Nachmittag erstehe ich im Hafen, im Fischerreibedarfshandel 10,5 KG, 18mm Festmacherleine. Etwa 100 Meter für ungerechnet 36 Euro, was sehr Preiswert ist.

Freitag fahre ich mit dem Mini Taxi (das sind alles mindestens 15 Jahre alte Peugeot oder Renaults) zum einkaufen in den Supermarkt. Da ich mich mit den Gepflogenheiten überhaupt nicht auskenne frage ich einen Mann der gerade aus einem Fischkontor kommt. Er sieht europäisch aus ist aber genauso Winterlich gekleidet wie die Einheimischen. Sein Englisch hat einen deutschen Akzent und so frage ich Ihn danach. Er ist Österreicher und seit eineinhalb Jahren als Fischeinkäufer für ein Tiroler Unternehmen in Agadir. ER lädt mich ein mit ihm im Taxi zu Fahren da er gegenüber eines großen Supermarktes wohnt. Wir haben eine tolle Unterhaltung und ich erfahre viel über Land und Leute.

Übrigens kostet Taxi fahren weniger als bei uns die Öffentlichen. Quer durch Agadir, et5wa 15 Minuten lang  einen Euro vierzig.

Der Supermarkt hat hohen europäischen Standard vergleichbar mit Rewe. Bis auf Fleisch und Fisch ist alles etwa 40 bis 50 % billiger.

Abends revanchiere ich mich bei der Crew von Tristan und gehe mit Ihnen Essen. Fischplatte Royal in einer Bratküche wo die Einheimischen Essen. Es war sehr lecker und reichlich.

Da ich meine Weiterreise für Samstagmorgen bei dem Manager vom Yachtclub schon angekündigt hatte kam auch ein Beamter am Samstag ans Boot und nahm meinen Pass mit….wegen dem Ausreisestempel….

Er bringt ihn nach 2 Stunden mit den Bootspapieren zurück.

Ich  steche in See. mit etwa 15 Knoten halben Wind, drittem Reff und 70% Fock geht’s mit 6,5 Knoten Richtung 245 Grad, Gran Tarajal auf Fuerte Ventura.     

     

 
 

Kanarische Inseln

Die Reise geht mit Raumen und achterlichem Wind gut voran. Die Aries muss sehr feinfühlig eingestellt werden. Einmal geht Nes-Puck in den Wind, einmal wird es eine Halse. Der Wind kommt die ganze Zeit aus Nord-Ost und ändert sich in seiner Stärke von 8 bis 25 Knoten.  Das erste Etmal ist 113 Seemeilen wobei die direkte Linie nur 100 Seemeilen ist.

fast ständige Begleiter, Delphine

Hierbei spielt wohl die Änderung der Windrichtung eine entscheidende Rolle.

Das Wetter ist bewölkt und die Temperatur ist 18 Grad. Durch den schwachen Rückenwind bringt der Windgenerator,  wie auch die Solarzellen, kaum Leistung. Ich lasse den Motor eine Stunde lang laufen.

Funkverbindungen nach Deutschland und zu Seglern in die Karibik klappen gut, PSK und Winmor machen noch Schwierigkeiten.

Montag, 31.01.2011, morgens kurz nach dem  hell werden läuft Nespuck völlig aus dem Kurs. Das Servoruder der Aries ist wiederholt aus der Rastung gesprungen und hat die Windfahne zerbrochen. Mit der Ersatzfahne, sie ist etwas kleiner und schwerer geht es aber auch. Nach 296 Seemeilen um etwa 22:30 Uhr stehe ich eine Meile vor dem Hafen von Grand Tarajal. Nach dem Segelbergen  taste ich mich langsam in den Hafen. Mein zukünftiger Nachbar, Franzose, hilft beim Anlegen und festmachen.

Insgesamt habe ich nun 2719 Nautische Meilen auf dem Kartenplotter.

Die erwartete Wärme ist noch nicht da aber mit 20 Grad am 1. Februar sollte ich zufrieden sein.

Der öffentliche Hafen ist mit modernen Schwimmstegen sowie mit Strom und Wasser ausgerüstet.  Der Hafenmeister nimmt mich und Nespuck in seinen Computer auf, kassiert im Voraus, 8 Euro pro Tag einschl. Strom und Wasser und entlässt mich mit…….??..hörte sich an wie ein spanischer Fluch….Ich sollte doch weiter Spanisch lernen.

Ich erkunde das kleine Städtchen zu Fuß, hier höre ich wieder öfter die deutsche Sprache. Die Inseln werden wohl viel als Winterfluchtort von Nordeuropäern genutzt.

Morgen treffe ich Angelika und Emile, auch „Flüchtlinge“ an der Costa Calma.

 

Mit dem Bus fahre ich die etwa 30 km lange Strecke zum 5 Sterne Hotel an die Costa Calma für 2,40 Euro. Angelika und Emile sind gerade auf dem Weg zum Poole und ich checke für die kommende Nacht im Hotel ein…all inklusive…... Angelika lädt mich ein !

Es wird ein richtiger „Pflegetag“ mit allen Annehmlichkeiten die das Hotel bietet. Auch mal ganz angenehm   abends gibt’s Lifemusik  in der Hotelbar.

Die meiste Zeit wird aber gegessen und getrunken. Mittags nehme ich den Bus zurück nach Gran Tarajal. A. und E. wollen morgen zum Besuch aufs Boot kommen.

Ich hole die beiden vom Bus ab und gehe die1, 5 km zur Marina. Unterwegs treffen wir Dani, der weibliche Teil der Combo von gestern Abend. Sie ist Bulgarin und lebt seit einigen Jahren auf der Insel und singt abends in den Hotels.

Ich verbringe einige Stunden mit meinen Freunden bevor sie sich wieder in die „Hotelverwöhnung“ begeben.

        

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  Mit dem Rad erkunde ich ein wenig die Gegend und arbeite am Boot. Das Wetter ist angenehm Sonnig und etwa 20 Grad warm.

Karin und Gerd vom gegenüberliegenden „Segelstromer“laden mich zum Kaffee, ..es wird eine lange und nette Unterhaltung. Noch am Abend legen die Beiden nach Gran Canaria zu einem Werftbesuch ab.

Heute kommt Iliya auf den Steg, er ist Bulgare macht Urlaub auf der Insel und interessiert sich fürs Segeln. Es wird eine nette Unterhaltung und er lädt mich zum Besuch einiger Lokalitäten ein. 

Sven macht Urlaub auf dem CAT seines Bruders am selben Steg und ist am Abend mein Diner-Gast. Er fährt am kommenden Abend mit Iliya, er hat sein Auto auf der Insel, und mir zum Rockcafe kurz vor Moora Jable im  Süden der Insel.  

Er kennt einige Landleute die hier als Musiker durch die Hotels tingeln, so auch Lili und Angel die heute im Rockcafe spielen. Nachher sitzen wir noch zusammen und unterhalten uns. Erst nach Mitternacht sind wir wieder in  Grand Tarajal und verabreden uns um am nächsten Tag in einem Hotel an der Costa Calma  Dani und Zecke bei ihrem Auftritt anzuhören. 

Auch wieder ein sehr gelungener Abend. Wir verabreden uns zu einem Tagestörn auf Nes-Puck.   

Bei schwachen Winden und herrlichstem Sonnenschein segeln wir ein wenig an der Küste entlang. Dani wird ein wenig Seekrank und der Versuch der anderen Gäste ein paar Fische zu fangen misslingt leider fast völlig. Zum Barbecue am folgenden Tag  gibt’s nur einen kleinen Fisch, der Rest kommt aus dem Supermarkt.

Na, vielleicht lag es am Boot, Sven lädt zum Tagestörn auf dem Cat ein. Vorher besuchen wir noch die Michael Jackson Show wo Danis Mann, Tony mit in den Hotels auftritt. Auch das war ein toller Abend.

Leider war auch der Cat-ausflug für Dani mit Seekrankheit verbunden und für die anderen Gäste ohne Fischfangerfolg .Trotzdem hatten wir alle viel Spaß.

Iliya hat Sven und mich später zu einem Besuch des Auftritts von Lili und Angel in ein großes „all inklusive Hotel“ eingeladen. Auch der Auftritt des Animierpersonals im Theaterstück „Cinderrella“ war absolut gelungen.

Auch wieder ein gelungener Tag !

Knapp 3 Wochen auf Fuerteventura sind vergangen und jeder Tag war ein Abenteuertag.

Spontan entschließt sich Iliya bei der Überfahrt nach Las Palmas mein Gast zu sein.

Wir legen am 16.02. um 22 Uhr ab und segeln mit 10 Knoten Wind Richtung Süden an der Küste entlang. Nach dem Passieren des Südcaps ist der Nordwind  auf 15 Knoten aufgefrischt und es geht hoch am Wind nach Nordwesten.  Bei fast Vollmond sehe ich plötzlich viele Flecke im Focksegel . Ich habe keine Erklärung. Bei Tageslicht schaue ich mir das Vorsegel genauer an und finde auf dem Vorschiff weitere schwarze Flecken. Wir werden wohl einem etwas größeren Tintenfisch in die Bahn gekommen sein welcher dann seine Ladung Farbe ins Segel geschossen hat.

Tintenfischdesign in der Rollfock, hat auch nicht jeder

 

Leider wird der Wind wieder schwächer und so erreichen wir nach 19 Stunden und 100 Seemeilen Las Palmas auf Gran Canaria.